Ausbreitung

Verursacht durch Bakterien aus der Familie der Salmonellen, gehört Typhus zu den schweren Infektionskrankheiten. Typhus kommt weltweit vor, verstärkt aber in warmen Ländern mit schlechten Hygienebedingungen. Auch in unseren Klimazonen könnten sich die Krankheitserreger unter schlechten hygienischen Bedingungen ausbreiten.   

Es gibt zwei Formen von Typhus: Bauchtyphus (Typhus abdominalis) und Paratyphus – hierbei handelt es sich um ein ähnliches Krankheitsbild in meist abgeschwächter Form. Gegen den Bauchtyphus gibt es eine Impfung. Somit ist Typhus in vielen Fällen mit der richtigen Impfung vorzubeugen.

Typhus-Erreger werden auf fäkal-oralem Weg über verunreinigte Nahrungsmittel (v. a. ungewaschene Früchte, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch) wie auch und vor allem durch Trinkwasser aufgenommen. Deshalb gilt für Reisen in die betroffenen Regionen: „Cook it, peel it or leave it“ (kochen – schälen – oder weglassen).

Globalen Schätzungen zufolge gab es im Jahr 2000 über 21 Millionen Krankheits- und 216.500 Todesfälle aufgrund von Typhus und mehr als 5 Millionen Erkrankungen an Paratyphus.[1] Zu den Regionen mit hoher Anzahl an Typhus-Erkrankungen (> 100/100.000 Fälle pro Jahr) gehören das südliche Mittelasien und Hinterindien. Der übrige Teil von Asien, Afrika, Lateinamerika, die Karibik und Ozeanien – mit Ausnahme von Australien und Neuseeland – zählen zu den Regionen mit mittlerem Krankheitsvorkommen (10–100/100.000 Fälle pro Jahr). Europa, Nordamerika und die restliche entwickelte Welt haben eine niedrige Typhus-Krankheitsrate (< 10/100.000 Fälle pro Jahr).[2]


[1] Crump JA, Mintz E. Globale Trends bei Typhus/Typhoidem und Paratyphoidem Fieber. CID 2010; 50:241–245.

[2] Crump J, Luby S, Mintz E. Die globale Belastung durch Typhus/Typhoides Fieber. Bulletin der WHO 2004;82:346–353.